FAQ

1. Überall in Deutschland schießen Windräder aus dem Boden, und es werden immer mehr. Warum?

Windenergie ist sauber und derzeit neben der Wasserkraft die billigste und effektivste der erneuerbaren Energien. Diese werden so genannt, da sie nie zur Neige gehen. Damit ist auch die Windenergie unbegrenzt verfügbar. Deswegen fördert die Bundesregierung Windenergieanlagen. Im Vergleich zu 1998 stehen heute fast dreimal so viele Anlagen auf deutschem Boden, die in einem durchschnittlichen Windjahr rund 30 Milliarden Kilowattstunden Strom liefern. Damit können etwa 8,5 Millionen Haushalte versorgt werden.

2. Damit könnte man Berlin und Brandenburg mit Ökostrom beliefern - und das soll beeindruckend sein?

In Deutschland sind derzeit rund 16.630 Megawatt Windleistung installiert. Das ist Weltrekord! Kein Land hat mehr Windenergieanlagen zum Laufen gebracht als Deutschland. Etwa ein Drittel der weltweit installierten Windräder und etwa die Hälfte der in der EU stehenden Windenergieanlagen entfallen auf die Bundesrepublik.

3. Warum ist die Bundesregierung so scharf auf Windanlagen?

Wegen des Klimas. Vor allem die Industrieländer verfeuern weiterhin ungeheure Mengen von Kohle, Erdöl und Erdgas, die die Erde wie mit einer Wärmedecke überziehen. Nachdrücklicher als mit der Hochwasserkatastrophe von 2002 und den Hitzerekorden von 2003 konnte sich der Klimawandel ja nicht zu Wort melden. Selbst wenn wir nur das Allerschlimmste verhindern und die Erhöhung der Durchschnittstemperatur auf zwei Grad begrenzen wollen, müssen wir uns erheblich anstrengen. Ziel der Bundesregierung ist es deshalb, den Beitrag der sauberen Energien aus Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Erdwärme zu unserer Energieversorgung bis zum Jahre 2020 auf 20 % zu erhöhen. Im Jahr 2050 sollen die erneuerbaren Energien dann mindestens die Hälfte des gesamten deutschen Energiebedarfs stellen.

4. Und wie soll das funktionieren?

Die erneuerbaren Energien haben das Potential, unseren Energiehunger zu befriedigen. Dass sie noch so wenig genutzt werden, liegt nur daran, dass sie bislang teurer sind als Energie aus Uran, Kohle, Öl und Erdgas. Noch! Der aktuelle Anstieg der Öl- und Gaspreise zeigt, in welche Richtung sich die Kosten für nicht erneuerbare Energieträger bewegen, vor allem, weil der Bedarf an Energie in den nächsten Jahrzehnten deutlich steigen wird und die Vorräte zu Ende gehen. Mittelfristig, also in knapp 10 Jahren wird Windenergie billiger sein als Öl, Kohle und Atomenergie.

5. Sitzen wir im Jahr 2050 in einem Wald von Windrädern?

Nein. Windenergie ist zur Zeit eine der günstigsten Methoden, Ökostrom zu erzeugen, aber mittelfristig werden die anderen erneuerbaren Energien immer wichtiger. Anzustreben ist ein Energie-Mix aus Wind- und Wasserkraft, Solarenergie, Biomasse-Kraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung und Erdwärme. Allein die Sonne gibt pro Jahr 15.000 mal so viel Energie an die Erde ab, wie wir auf der ganzen Welt brauchen. Auch die stets nachwachsende Biomasse übersteigt den Weltenergiebedarf um das 15-fache. Wir haben also ein unerschöpfliches Reservoir an erneuerbaren Energiequellen - wir müssen es nur nutzen!

6. Manche sagen, dass die Windenergie im Kampf gegen die Klimakatastrophe nichts nützt, weil dadurch keine Treibhausgase eingespart werden. Ist das richtig?

Nein. Die Windräder sorgen dafür, dass dem gestressten Klima enorme Mengen Treibhausgase und Schadstoffe erspart bleiben. Im Jahr 2004 hat alleine die Windenergienutzung in Deutschland 21,4 Mio. Tonnen CO2 eingespart, d.h. knapp 2,6 % der gesamten CO2-Emissionen in Deutschland. Durch alle erneuerbaren Energien zusammen konnten 70 Mio. Tonnen CO2 vermieden werden.

7. Einige sagen, die Hersteller von erneuerbaren Energien würden enorme Subventionen kassieren. Stimmt das?

Nein. Erneuerbare Energien kommen ohne einen Cent Staatsknete aus. Sie verbrauchen keine Steuergelder. Richtig daran ist nur, dass sie gefördert werden. Und zwar über das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Es wurde von der rot-grünen Bundesregierung verfasst, trat im April 2000 in Kraft und wurde im August 2004 novelliert. Dieses Gesetz sorgt dafür, dass sich die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auch finanziell lohnt.

8. Wie das?

Erstens verpflichtet es die Stromversorgungsunternehmen, Elektrizität aus Windrädern oder Solaranlagen in das Stromnetz einzuspeisen. Früher haben sich manche Stromversorger geweigert, das zu tun. Zweitens müssen diese die Produzenten des Ökostroms mit festgelegten Tarifen bezahlen. Im Erneuerbaren-Energien-Gesetz liegt der Basis-Tarif für Windstrom bei 8,5 Cent pro Kilowattstunde für mindestens fünf Jahre und sinkt dann auf 5,4 Cent pro Kilowattstunde ab. Der teure Solarstrom wird ab 45,7 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Die Stromversorger geben diese Mehrkosten an die Verbraucher weiter. Ein durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt bezahlt dafür monatlich ungefähr 1,50 Euro. Ein Eis am Stiel weniger im Monat - das sollte uns das Weltklima wert sein.

9. Es heißt, die Windrad-Erbauer würden genauso hohe Subventionen bekommen wie die Kumpels im Kohlebergbau.

Das ist Unsinn. Ein Arbeitsplatz in der Kohleindustrie wird pro Jahr mit mehr als 50.000 Euro aus Steuergeldern subventioniert. Ein Arbeitsplatz im Bereich erneuerbarer Energien erhält null Steuergelder. Es gibt die bereits erwähnte Förderung nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz. Auf diese indirekte Art wird jeder Arbeitsplatz in der Windenergie mit ungefähr 16.000 bis 25.000 Euro pro Jahr von allen Stromverbrauchern bezuschusst. Gleichzeitig aber werden sogenannte externe Kosten eingespart. Das sind Kosten, die bei der Stromerzeugung in herkömmlichen Kraftwerken entstehen, weil Schadstoffe die Umwelt und die menschliche Gesundheit schädigen. Nach einer Studie im Auftrag des Bundesumweltamtes machen diese eingesparten Kosten die Mehrkosten durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz mehr als wett.

10. Die Windenergie hilft also sparen?

So ist es. Der volkswirtschaftliche Nutzen der Windenergie ist enorm. Man kann diese eingesparten Kosten auch auf den einzelnen Haushalt umrechnen, denn für die Umweltschäden muss ja letztlich immer der Steuerzahler aufkommen. Der Ökostrom kostet einen Haushalt durchschnittlich 1,50 Euro im Monat, also 18 Euro im Jahr. Dafür spart jeder Haushalt jährlich 65 Euro, weil Windenergie Schäden vermeiden hilft.

11. Mag ja sein, aber unser Arbeitslosenproblem löst das nicht. Es sind ja nur ein paar Sonnenanbeter und Schraubendreher, die in dieser Branche arbeiten.

Irrtum. Die Vorräte an Uran, Öl, Kohle und Erdgas werden zu Ende gehen. Wir brauchen die globale Energiewende für unser Überleben. Die erneuerbaren Energien sind also ein großer Zukunftsmarkt und eine Jobmaschine. Schon jetzt sind rund 130.000 neue Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien entstanden. Allein bei der Windenergie sind es über 50.000. Von dieser Entwicklung profitieren vor allem die Bundesländer an der Nord- und Ostseeküste und die neuen Bundesländer. Außerdem werden in Deutschland bis zum Jahr 2020 die Atomkraftwerke stillgelegt und viele herkömmliche Kraftwerke aus Altersgründen ersetzt. Das bietet die Riesenchance, eine hochmoderne Energieversorgung mit einem hohen Anteil von erneuerbaren Energien aufzubauen, die gleichzeitig Exportmodell sein könnte. Auch das schafft und sichert Arbeitsplätze.

12. An den heißesten Tagen des Rekordsommers 2003 standen viele Windanlagen still - Flaute. Ist es nicht gefährlich, eine solch unzuverlässige Technik aufzubauen?

Windenergieanlagen produzieren nur dann Strom, wenn der Wind weht - logisch. Aber auch der Strombedarf schwankt, je nach Tages- und Jahreszeit. Eine Reihe von Kraftwerken liefern eine kontinuierliche Mindestmenge an Strom, die Grundlast. Andere werden nur dann angeschaltet, wenn mehr Elektrizität benötigt wird. Die Windenergieanlagen ersetzen meist Strom für die Zeit des erhöhten Bedarfs. Niemand muss also befürchten, dass sein Fernseher oder der Staubsauger ausgeht, wenn Flaute herrscht. Während der Hitzewelle 2003 standen übrigens nicht nur die Windräder still, sondern auch einige Atomkraftwerke. Die Flüsse waren zu warm, das ihnen entnommene Kühlwasser ebenfalls. Da die Kernkraftwerke Grundlast-Strom liefern, war ihr Teilausfall schlimmer als der der Windräder. Mit den Atommeilern gibt es im Krisenfall keine Versorgungssicherheit.

13. Um so schlimmer, wenn zwei Energieträger gleichzeitig versagen. Gibt es dann einen bundesweiten Stromausfall? Und Speiseeis nur noch in flüssiger Form?

Ein "Blackout" wie in Teilen der USA und Kanadas im August 2003 ist in ganz Europa höchst unwahrscheinlich. Das liegt an dem besser ausgebauten Versorgungsnetz. Wenn irgendwo in Deutschland oder Europa zuwenig Strom produziert wird, kann sofort Elektrizität aus anderen Ländern hinzugeschaltet werden. Dass die Windenergie dabei komplett ausfällt, ist nicht vorstellbar - eine europaweite Flaute gab es noch nie. Dennoch ist es aus Sicherheitsgründen wichtig, jetzt und in Zukunft für einen guten Energiemix zu sorgen. Wir setzen dabei auf einen dezentral organisierten, breiten Energieträger-Mix, auf moderne Kraftwerkparks, die mit ihren Technologien flexibel reagieren können. Wenn eine Art von Anlagen ausfällt, laufen andere weiter: Wenn die Sonne nicht scheint, verfeuert man Biomasse; wenn man den Strom aus Windenergie nicht braucht, stellen wir damit Wasserstoff her. Dieser Sommer hat gezeigt: Die Windanlagen haben während der Hitzewelle zwar weniger gearbeitet, dafür lieferten die Photovoltaik-Anlagen rund ein Drittel mehr Sonnenstrom als sonst.

14. Es heißt, Windräder dürften wegen der Gefahr von Flauten nur dann arbeiten, wenn nebenher auch Kohlekraftwerke auf Reserve laufen, das koste ein Heidengeld und verursache einen Haufen Dreck. Stimmt das?

Nein. Reservekraftwerke braucht man sowieso zur Versorgungssicherheit, zum Beispiel für den Fall, dass irgendwo ein altes Kraftwerk ausfällt. Sie müssten auch dann betrieben werden, wenn sich in Deutschland nicht das kleinste Windrädchen drehen würde. Aber es gibt Möglichkeiten, den Einsatz von Reserveanlagen zu minimieren. Erstens erstellen Meteorologen immer genauere Windvorhersagen, so dass die Stromanbieter im Falle einer Flaute frühzeitig auf andere Energien umschalten können. Zweitens ist geplant, immer mehr Windenergieanlagen auf See (Offshore) zu bauen, wo der Wind gleichmäßiger weht. Drittens werden in Zukunft flexible Energie-Verbundsysteme (virtuelle Kraftwerke) die heutigen schwer regelbaren Kraftwerke ersetzen.

15. Was soll denn an dem Bau von Windrädern auf dem Meer so toll sein?

Um den Ausbau der Windenergienutzung in Deutschland auf hohem Niveau aufrechtzuerhalten, ist neben dem weiteren Ausbau an geeigneten Land-Standorten und dem Repowering auch eine schrittweise Erschließung geeigneter Standorte auf See nötig. Aus heutiger Sicht besteht auf den voraussichtlich verfügbaren Offshore-Flächen bis 2010 eine mögliche Kapazität von 2.000 bis 3.000 Megawatt. Bei Erreichen der Wirtschaftlichkeit sind bis 2030 langfristig sogar bis zu 25.000 Megawatt installierter Leistung möglich.

16. Und was genau ist Repowering?

Unter Repowering ist der Ersatz von alten, leistungsschwächeren Windenergieanlagen durch leistungsstärkere, dem neuesten Stand der Technik entsprechende Anlagen zu verstehen. Dadurch kann in Zukunft die Anzahl der Windenergieanlagen in Deutschland verringert, die Stromerzeugung gesteigert und zugleich die Auswirkungen auf Mensch, Natur und Landschaftsbild reduziert werden. Durch die technische Entwicklung ist Repowering eine Chance in Hinblick auf das Ausbaupotenzial, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Erschließung neuer Absatzmärkte.

17. Muss denn eigentlich das Stromnetz alleine für die Nutzung der Windenergie ausgebaut werden?

Nein, im Jahr 2005 wurde von der Deutschen Energieagentur eine Studie zum Thema Netzintegration von Windenergie veröffentlicht, an deren Erarbeitung erstmals sowohl Vertreter der Windbranche als auch Netz- und Kraftwerksbetreiber beteiligt waren. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich der Windstrom auch bei einem sehr schnellen Ausbau der Windenergie mit einem moderaten Ausbau der Netze kostengünstig in das deutsche Stromnetz integrieren lässt. Bis zur Realisierung des notwendigen Netzausbaus stehen technische Übergangslösungen zur Verfügung und es müssen keine zusätzlichen konventionellen Kraftwerke gebaut werden.

18. Manche behaupten, eine Windenergieanlage liefere erst nach 20 Jahren Betrieb mehr Energie, als ihre Erstellung gekostet hat. Ist das wahr?

Nein. Für die Herstellung und den Transport einer großen Windenergieanlage werden durchschnittlich knapp 2.800 Megawattstunden Energie verbraucht, dafür aber stellt diese in 20 Jahren fast 230.000 Megawattstunden Energie her. Also mehr als 80 mal so viel. Ein Windrad produziert schon nach vier bis sechs Monaten mehr Energie, als bei seiner Produktion verbraucht wurde.

19. Schön und gut, aber so einen Spargel will ich nicht vor der Nase haben. Das will doch keiner!

Vor der Nase hat ihn niemand. Windenergieanlagen müssen grundsätzlich mindestens einen halben Kilometer von ländlichen Siedlungen entfernt stehen. Die Bundesländer und Landkreise können außerdem in ihren Raumordnungsplänen festlegen, welche Gebiete für Windparks geeignet sind und welche nicht. Außerdem können die Gemeinden Pläne aufstellen und so bestimmen, wo Windenergieanlagen gebaut werden dürfen und wo nicht. Umfragen haben außerdem gezeigt, dass eine Mehrheit der Bundesbürger für eine stärkere Förderung der Erneuerbaren Energien ist, insbesondere der Sonnen- und der Windenergie. Zwei Drittel begrüßen auch die Absicht, dass in 20 bis 25 Jahren Windräder auf See 15 Prozent des deutschen Stromverbrauchs decken sollen.

20. Wenn immer mehr Windparks gebaut werden, bleiben dann nicht die Touristen weg?

Verschiedene Studien haben ergeben, dass fast niemand auf einen bestimmten Urlaubsort verzichtet, nur weil dort Windräder stehen. Im Gegenteil: Eine Umfrage des SOKO-Institutes Bielefeld unter Touristen ergab, dass mehr als drei Viertel der Befragten Atom- und Kohlekraftwerke als störend empfinden, bei Windanlagen waren es nur 24 Prozent. Niemand ändert also wegen Windrädern sein Urlaubsziel. Insgesamt sprechen sich bundesweit sogar knapp 80 Prozent der Befragten generell für die Windkraft aus.

21. Machen Windrotoren nicht einen Heidenkrach?

Nein. Natürlich verursachen Windenergieanlagen Geräusche. Die örtlichen Behörden sind jedoch verpflichtet, keine Anlagen zu genehmigen, die lauter arbeiten, als die sogenannte "Technische Anleitung Lärm" erlaubt.

22. Manche beschweren sich doch auch über den Schattenwurf und den "Disco-Effekt"von Windenergieanlagen?

Bei der Genehmigung von Windrädern müssen die Behörden berücksichtigen, dass Anwohner nicht ständig in deren Schatten leben wollen. Das wird auch durch Auflagen in Genehmigungen verhindert. Darüber hinaus reichen grundsätzlich die von den Windenergieanlagen einzuhaltenden Sicherheitsabstände aus, um die benachbarten Wohngrundstücke nicht unzumutbar durch Schattenschlag zu beeinträchtigen. Den sogenannten "Disco-Effekt" der sich drehenden Windflügel gibt es heute kaum mehr. Er kann weitgehend reduziert werden, indem man die Flügel mit matten Farben anstreicht, die das Sonnenlicht nicht zurückwerfen.

23. Man hört doch immer wieder Tierschützer gegen die Windräder wettern?

Das ist aber in den meisten fällen unbegründet. Eine dreijährige Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover ergab, dass sich Wildtiere durch Windräder nicht stören lassen. Im Gegenteil: Die Gebiete rund um die Anlagen werden gerne als zusätzlicher Lebensraum genutzt.

24. Und was ist mit den Vögeln?

Windparks, die auf bekannten Rastplätzen von Zugvögeln errichtet werden, sind dort genau so fehl am Platz wie andere Anlagen. Durch die regionalen Raumplaner werden diese Gebiete von solchen Nutzungen ausgeschlossen. Viele Vogelarten, die in der Umgebung eines Windparks heimisch sind und dort brüten, nutzen das Gebiet auch weiterhin. Eine Störwirkung durch Windräder ist also nicht zwangsläufig. Auch der Deutsche Naturschutzring bestätigt, dass sich der Ausbau der Windenergie mit den Belangen des Natur- und Landschaftsschutzes vereinbaren lässt. So wurde beispielsweise festgestellt, dass das Kollisionsrisiko von Vögeln mit Windrädern als gering angesehen werden kann, da sich der Vogelzug größtenteils in höheren Luftschichten abspielt, Brutvögel eher unter dem Rotorbereich bleiben und Vögel in der Regel derartigen Hindernissen ausweichen. In Holland haben neue Untersuchungen ergeben, dass große Windräder kaum gefährlicher für Vögel sind als kleine. Die Zahl der Todesopfer war insgesamt sogar dreimal niedriger als bisher angenommen. Im Straßenverkehr sterben jährlich wesentlich mehr Vögel als durch Windräder.