Ich bin Liz Peat; ich bin Oberlehrerin der katholischen Grundschule von St. Jerome. Die Schule gehört zur Erziehungsbehörde von Sefton und unterliegt der Kontrolle der Erzdiözese von Liverpool, der römisch-katholischen Kirche.

 

Gab es bestimmte Gründe, weswegen Ihre Schule für die Einführung dieses Technologieprojekts für erneuerbare Energie geeignet war?

 

Leider brannte unsere Schule, unsere Originalschule in einem verheerenden  Feuer nieder und es zerstörte die ganze Schule und deshalb hatten wir ein ‚leeres Blatt Papier’ und konnten eine völlig neue Schule entwerfen. Die Tatsache, dass wir ein ‚leeres Blatt Papier’ hatten, bedeutete, dass wir uns eigentlich zurücklehnen und darüber nachdenken konnten, was wir genau für unser neues Gebäude wollten; wir konnten alle diese Fragen einschließlich der Fragen zur Umwelt, zu der Instandhaltung und den Kosten bedenken und es war eine ideale Möglichkeit, wirklich energie-effiziente Einrichtungen in das Gebäude einzubauen.

 

Würden Sie also sagen, dass dies eine Schule für die Zukunft ist?

 

Zu der Zeit, als wir über den Bau einer neuen Schule nachdachen, wurde viel über die Aussage „Schule für die Zukunft“ geredet und es ist genau das, was wir wollten und hoffentlich auch das, was wir erreicht haben.

Welche Technologien haben Sie also in Ihrer Schule eingesetzt?

 

Wir haben eine Windturbine, die sich draußen befindet, nicht weit vom Eingangstor der Schule. Wir haben auch Solarzellen und photovoltaische Zellen. Außerdem haben wir das System mit anderen tragbaren Merkmalen ausgestattet und wir schauten uns jeden Teil der Schule an, um zu sehen, wie wir die Schule möglichst energie-effizient machen könnten. Einschließlich eines Sedumgrasdaches, das eine exzellente Isolation bietet und ein großes Gesprächsthema in der Schule ist.

 

Wie viel Ihrer Energie wird von erneuerbaren Energietechnologien geliefert?

 

Das lässt sich immer noch schwer sagen, weil wir uns noch im Anfangsstadium befinden, aber wir glauben, dass um die 15 % der Elektrizität durch die Merkmale geliefert wird, die wir haben.

 

Können Sie von der Energie, die Sie einkaufen müssen irgendwelche umweltfreundliche Energie kaufen?

 

Nein, wir können keine umweltfreundliche Energie kaufen. Der Rest unserer Energie wird durch die örtliche Erziehungsbehörde verhandelt und sie wird in großen Mengen an alle Schulen innerhalb der Behörde geliefert.

 

Was sind die Vorteile beim Gebrauch von erneuerbaren Energietechnologien, die Sie eingeführt haben? Und gibt es praktische Vorteile oder Vorteile bezüglich der Kosten?

 

Wir hoffen, dass es für all diese Aspekte Vorteile gibt, für die Unterhaltungskosten und für Umweltfragen. Unser Hauptinteresse gilt der Erziehung der Kinder und wir hoffen, unsere Kinder dahingehend zu erziehen, zukünftig energie-effiziente Quellen zu nutzen. Die Kinder zeigen große Begeisterung und sie verstehen die Ressourcen, die wir in der Schule haben und wir verwenden sie als großartiges Mittel zum Unterricht. Die Zukunft der Kinder ist also am wichtigsten. Aber außerdem gibt es offensichtlich einige Kosteneinsparungen und die Instandhaltung scheint bisher sehr gering zu sein. Also haben wir alles in allem alle drei Fragen abgedeckt.

 

Und wie wurden diese Technologien finanziert?

Als die Schule nieder brannte, unterstützte uns unser örtlicher MP (Parlamentsabgeordneter). Ich versprach den Eltern, dass wir eine wunderbare Schule, eine Schule für die Zukunft bauen würden. Unser MP unterstützte uns dabei und ging zur Regierung und brachte es fertig, einige zusätzliche Finanzierungen von der Regierung zu sichern und wir mussten zusätzlich eine halbe Million Pfund für die tragbare Zukunft der Schule zahlen.

 

Welche Informationsquellen hatten Sie zur Verfügung, um etwas über erneuerbare Energietechnologien herauszufinden, als sie mit diesem Projekt anfingen?

 

 Also, ein Architekt wurde sofort zu Rate gezogen und sobald wir wussten, dass wir wahrscheinlich eine zusätzliche Finanzierung bekämen, leistete er viel Arbeit als Berater und redete mit allen möglichen Agenturen; durch eine Anzahl von Präsentationen nahm er die Arbeit in unserem Namen auf, bezog aber keine Regierungsvorstände, und auch nicht die örtliche Behörde und die Kirche mit ein, so dass er die Entscheidungen dahingehend treffen konnte, welche Merkmale wir letztendlich verwenden würden.

 

Und waren Sie in irgendeine dieser Beratungen verwickelt?

 

Oh ja, ich war die ganze Zeit darin verwickelt, einige Sachen waren vom technischen Standpunkt aus viel zu hoch für mich, aber ich war auch von Leuten umgeben, die wussten, wovon sie sprachen. Wir waren die ganze Zeit darin verwickelt.

 

Und wie würden Sie schließlich Ihre Erfahrung mit dem Gebrauch erneuerbarer Energietechnologien zusammenfassen, sowohl bei ihrer Einführung als auch in der Zeit, wo sie dann wirklich benutzt wurden?

 

Es war eine sehr aufregende Erfahrung für uns. Die Kinder konnten zuschauen, wie die Schule gebaut wurde. Sie waren Zeugen, wie eine Windturbine aufgestellt wurde und wie die Solar- und die photovoltaischen Zellen an ihre Plätze gestellt wurden. Es war ein wirklich sagenhaftes Mittel zur Erziehung und wir haben es auch in den Lehrplan aufgenommen, dass sie wirklich bemessen können, wie viel Elektrizität im Vergleich zu sonnigen oder regnerischen Tagen etc. produziert wurde. Es war wirklich eine gute Unterrichtsmaßnahme. Es war auch eine gute Unterrichtsmaßnahme für ihre Zukunft und sie sprechen über solche Dinge, ob sie in ihrem Hintergarten eine Windturbine aufstellen können. Es hat ihnen wirklich etwas gebracht. Und die Zukunft sieht gut aus, solange sie darüber nachdenken, Elektrizität und Energie zu produzieren.

Soweit zur Instandhaltung… und wir waren nur zwölf Monate lang im Gebäude und die Instandhaltung war… Es gab bisher noch keine Probleme mit der Instandhaltung. Ich weiß, dass die Windturbine jährlich geprüft werden muss, auch wenn sie von selbst läuft. Die photovoltaischen  und Solarzellen brauchen gar nichts. Bisher war es sehr, sehr positiv. Und wir haben einige Kosten eingespart. Es ist momentan schwer, einen genauen Betrag zu nennen, weil man in einem neuen Gebäude immer einige Haken hat, die dann und wann repariert werden müssen. Wir müssen mindestens zwei Jahre in dem Gebäude sein, bevor wir etwas über die Kosten sagen können.

Aber alles in allem war es eine besonders positive Erfahrung, die von allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft, den Kindern, den Eltern, den Regierungsbeauftragten und dem Pfarrbezirk willkommen geheißen wurde. Sie stehen ihr alle sehr, sehr positiv gegenüber.

 

Vielen Dank.

 

Gern geschehen.